12.Supreme in Düsseldorf war komplett belegt


Stürmische Zeiten gab’s in Düsseldorf, als am letzten Januar Wochenende starke Winde über der Stadt für leichte Orkanböen sorgten, aber Aline Schade und Mirjam Dietz von der Supreme Munichfashion Company hatten alles im Griff. »Das Zelt ist von der Stadt Düsseldorf abgenommen worden«, bekräftigte Mirjam Dietz mit Blick auf das stählerne Gerüst, das das Zeltdach zusammenhielt. Der Catering-Bereich, der früher im 4.Stock des B1 am Golzheimer Platz aufgeschlagen hatte, war kurzerhand in das Zelt vor dem Eingang umgezogen. »Wir haben die letzten 300 Quadratmeter noch kurzfristig vermietet«, betont Aline Schade.

20 Prozent Neuzugänge
475 Kollektionen auf drei Etagen zeigten bei der 12.Supreme in Düsseldorf Neuheiten für den Herbst/Winter 2016/17.
Es gibt immer leichte Fluktuationen, Platzhirsche bleiben (Larens, Katharina Hovmann, Blu-Ei Fashion, Cute Stuff, Louis & Louisa, Henry Christ), große Modeagenturen ziehen ohnehin ihre Stammkundschaft an (Agentur Maximilian, Agentur Mauersberger, Borghetti & Bülow, viele andere) und dann gibt es immer noch die ein oder anderen Neuzugänge, die lagen diesmal bei etwa 20 Prozent.
»Das ist normales Geschäft«, erklärt Mirjam Dietz, Leiterin der Unternehmenskommunikation von Munichfashion. »Unsere Aussteller, besonders die aus Italien und Frankreich, suchen auch strategische Partner. Was wir hier in Düsseldorf bieten, ist vor allem Planungssicherheit, denn diesen Platz haben wir für die nächsten Jahre fest angemietet«.
Aline Schade bekräftigt das »Wir sind keine Modemacher, wir sind Messemacher und vor allem Dienstleister. Wir stellen hier einen Raum und hochklassigen Service zur Verfügung, damit der Handel neue Kollektionen sichten und ordern kann. Die Nähe zu den Showrooms ist ein großer Vorteil, viele Kunden haben zwischendurch Termine auf der Cecilienallee oder Kaiserswerther Straße und docken dann wieder hier an«.

Zwei Start ups aus Düsseldorf
Zwei Start-ups aus Düsseldorf haben sich kurz vor Messebeginn entschlossen, ihre Kollektionen zu zeigen.
Ramzi ben Said, gebürtiger Ägypter, der in Düsseldorf lebt und arbeitet. Seine Unisex-Kollektion ist eine Hommage an die Philosophen des 18.Jahrhunderts, die sich bei Vollmond trafen, um die Geheimnisse des Lebens zu erforschen. »Lunar Society Clothing« besteht aus etwas 50 Teilen, Shirts, Pullis, Hosen aus organic cotton, alles wird in Tunesien produziert. »Ab 2017 will ich einmal pro Monat bei Vollmond ein Teil in limitierter Auflage produzieren«, verspricht der smarte Modemacher, der auch noch eine Eventagentur führt (www.lunarsocietyclothing.com).
Seine Nachbarin Lena Man (28) kommt aus Odessa und zeigt ihre kleine Kollektion aus Schuhen, Taschen und DOB, bei der jedes Teil hübsche Extras hat. Die Daunenjacke, ihr Glanzstück, ist aufwändig bestickt und besteht aus Seide, Samt und Wolle. Mal besticht der Schnitt, mal das Material (www.lenaman.com).
Abgesehen von den stürmischen Winden draußen waren die Flure auf allen drei Etagen am Samstag überschaubar.
Katharina Hovman: »Wir haben schon viele Oder geschrieben und sind zufrieden«. Heide Lembert, Hutfabrikantin aus Augsburg: »Heute ist es ruhig, wie meist samstags. Das macht aber nichts, wir sind hier gut aufgehoben, unsere Kunden kommen alle«. Neben ihrem Stand mit klassischen Hüten aus Wolle und Fell hat sie dem Kollegen Foresta aus Lübbecke Platz gemacht. Michael Neuwöhner und seine Frau Kerstin zeigen eine kleine und feine Kollektion für Country und Tracht. Farbige Satineinsätze und hübsche, mit Satin unterlegte Faltenwürfe in gut geschnittenen Blazern bestechen (www.foresta-germany.de).

Fazit der 12.Supreme
Es gibt viele treue Aussteller und spannende Neuzugänge. Der Sonntag etabliert sich immer mehr als wichtigster Tag. Zeit ist Geld für den Händler, der samstags selbst noch in seinem Geschäft steht. »Der Handel muss sich umstellen. Es findet gerade eine strenge Auslese statt. Manche sterben, manche erfinden sich erst oder neu«, fügt Mirjam Dietz hinzu. »Wir wollen mit den Ausstellern gemeinsam nach vorn gehen«, betont sie.