Kammerkonzert vierhändig an zwei Flügeln in Angermund


Seit zehn Jahren spielen Heinz-Jacob Spelmans und Daniela Schwarz im Duett an zwei Klavieren, alle ihre Konzerte waren stets ausverkauft. Das zeugt nicht nur von hoher Spielkunst, sondern auch von feiner Abstimmung der beiden Klaviervirtuosen. Akustisch profitiert das Publikum unbedingt davon, so beim 74. Angermunder Kammerkonzert, das am Sonntag, 6. März, um 18 Uhr im katholischen Pfarrsaal in Angermund aufgeführt werden wird. Alle vier Werke, die auf dem Programm stehen, wurden adaptiert, denn keines davon war gleich für zwei Flügel vorgesehen.

Das erste Werk hat gleich fünf Autoren. Johann Sebastian Bach, Vivaldi spielte eine Rolle, Alessandro Marcello, der eigentliche Urheber, schließlich die Pianisten Spelmans und Schwarz, die es für sich selbst verfasst haben. Spannend auch die umgeschriebene Variante des Oktetts für vier Geigen, zwei Bratschen und zwei Celli, das er auf Klavier zu vier Händen übertrug. Die „Danse Macabre“, der Totentanz, von Camille Saint-Saens stammt von 1872, und stimmt mit 12 Tastenanschlägen zu Beginn des Stücks Mitternacht an, den Auftakt für den Aufzug der toten Tänzer. Die „Rhapsodie in Blau“ von George Gershwin beschließt das Konzert. Daniela Schwarz von der Folkwang Universität der Künste und Heinz-Jacob Spelmans, Kantor an St. Agnes, sind ein bestens eingespieltes Paar an zwei Flügeln. Das Konzert dürfte ein akustischer Hochgenuss werden. 74.

Angermunder Kammerkonzert, 6.3. um 18 Uhr, Kath. Pfarrsaal, Graf-Engelbert-Str. 16a, Angermund
Karten zu 10 Euro, erm. 5 Euro bei Lindenlaubs’ Buchhandlung, 0203 740337 und Abendkasse.