Gleiche Stelle gleiche Welle für die 6.Curvy in Berlin


Zum 6.Mal fand die „Curvy is sexy“ in Berlin statt. Stephan Sonn aus Starnberg ist der Erfinder der Messe für Anschlussgrößen, die nun wieder in der Telekom Hauptstadtrepräsentanz auf der Französischen Straße nahe dem Gendarmenmarkt aufgeschlagen ist. Anschlussgrößen gelten ab Gr. 42 bis etwa Größe 60, und laut Statistik hat jede zweite deutsche Frau mindestens Größe 42. Dass Mode an kurvigen Frauen auch sexy aussehen kann und sie sich längst nicht mehr in farblose Gewänder verhüllen wollen, davon konnten sich die Besucher auf der Curvy mit etwa 65 Labels überzeugen. Es gab diesmal 14 Neuzugänge.

Der Catwalk war mitten im gut beheizten hinteren Lichthof, wo die Platzhirsche wie Sheego, Sallie Sahne und Ulla Popken residierten. Hier fanden jeden Tag zweimal Modenschauen statt, bei denen ein Teil der Kollektionen gezeigt wurde. Eben nur ein Ausschnitt, denn wer hier mitmachen wollte, wurde zuvor kräftig zur Kasse gebeten. Im unterkühlten Atrium nahe dem Eingang zeigten etwa Adam Brody, Mona Lisa und Doris Streich ihre Kollektionen. An Papier hatte der Veranstalter gespart, die App auf dem Smartphone sollte den Katalog einfach ersetzen. Dabei hat der Handel gern was zum Blättern in der Hand. Neu: Nachwuchsdesigner sollen ab sofort regelmässig auf der Cury ausstellen. Frisch am Start waren diesmal zur Premiere Mable, grand styles und Olivier Wartowski aus Paris. Stephan Sonn hatte sie in Zusammenarbeit mit Modeschulen kuratiert, und alle drei waren in der Lage, sehr kurzfristig ihre Kollektionen zu zeigen. Begeistert hat ein Entwurf aus grauem Tüll und Seide, bestehend aus Rock und Jacke des 33-jährigen Franzosen Olivier Wartowski, der seiner Kollektion ein wenig dramatisch-bourgeoisen Charme verliehen hat (wartowski.paris). ). Auch die Italiener wie Elena Miro aus Alba bewiesen wieder einmal, dass sie nicht nur das Dolce Vita erfunden, sondern eben auch das Fingerspitzengefühl für Mode haben. Gleich neben Elena Miro zeigte Sorelle Seclì am Gemeinschaftsstand drei Kollektionen. Damenmode, Taschen, Wäsche und Strumpfmode für Frauen mit Kurven aus Italien – und alles überzeugte einfach mit dem hohen Modegrad (sorellesecli.com). Das war echte Fashion für kurvige Frauen! Dagegen kamen die meisten übrigen Kollektionen eher farblos herüber. Bis auf die ausgesuchten Entwürfe von Adam Brody, die immer wieder elegant sind und das freche Design von Doris Streich, war das Gezeigte eher Einheitsbrei.

Dabei hat Stephan Sonn noch viel vor. Ab der Sommerauflage im Juni soll es endlich Wäsche und Bademoden in den Anschlussgrößen hier geben. Und wann gibt es die erste Messe für Männermode in Anschlussgrößen? Stephan Sonn lächelte. „Wir arbeiten am Konzept“ meint er.