50 Jahre Blacky Dress Berlin


Schon in den 80er Jahren war Blacky Dress eine Trendmarke. Die Kunst ist es, den guten Ruf einer Marke über die Zeit zu halten, ihr Image zu schärfen, dem Anspruch an modischen Zeitgeist gerecht zu werden und immer wieder Begehrlichkeiten bei der Kundin zu wecken. Die Summe all dessen macht sicher einen echten Unternehmer aus. Nun feiert Blacky Dress, bekannt für klare, avantgardistische Schnitte, in diesem Jahr 50 Jahre Bestehen, und hinter der Kultmarke steht Frank Henke mit Markus Dejori als Geschäftsführer. Dass der Berliner im April seinen 86.Geburtstag feiert, kann man nicht einmal ahnen. Der gute Geschmack und die viele Arbeit halten ihn wohl so fit.

Das Jubiläum wurde in den Ordertagen in Düsseldorf schon gebührend gefeiert, und zwar mit geladenen Gästen, Champagner und einer Modenschau im Penthouse in Halle 30 im eigenen Showroom. Gerade passend dazu hat Blacky Dress die neuen Kollektionen für die Herbst/Wintersaison präsentiert und sein Konzept verschlankt und modernisiert. Das Ergebnis sind acht Capsule Kollektionen, die aus jeweils etwa 20 Einzelteilen bestehen und leicht miteinander zu kombinieren sind. Die Namen verraten die modischen Trends, die charakteristisch für jede Capsule sind: Cosy Pastel, Jersey Tailoring, China Club, Sport Chic, Boheme, Grafic & Fancy, Statement Prints und Soho House heißen sie. Allen gemeinsam ist der Easy Chic, der sich als roter Faden durch die Kollektion zieht. In jeder Kollektion gibt es drei Keyoutfits, die leicht mit anderen Teilen aus den Capsules kombinierbar sind. Dass Einzelteiligkeit derzeit ein großes Thema ist, weil die Kundin einfach modische Statements sucht, die ihren Look unverwechselbar und besonders machen, ist bekannt. Blacky Dress hat den Ruf der Branche verstanden und im neuen Konzept umgesetzt.

„Typisch für unsere Trend-Kollektion sind seit jeher die besonderen Materialien. Wir haben Lieferanten, die exklusiv für uns Stoffe entwerfen,“ erklärt Geschäftsführer Markus Dejori. Weiche und feine Strick- und Wollvariationen, beschichtete Jerseystoffe, Scuba- und Floorware sind das Ergebnis. Eine weitere Lederkollektion mit klassischen Teilen in Schwarz soll das Angebot bald komplettieren.

Berlin ist Pflicht und Düsseldorf die Kür
Nachdem Blacky Dress sechsmal bei der Mercedes Benz Fashion Fair seine Modenschauen gezeigt hat, sind sie nun auf der Panorama. „Wir mussten uns aus Kostengründen zwischen den Shows und der Messepräsenz entscheiden. In Berlin findet drei Tage lang stark frequentierte Kommunikation statt, auf die wir nicht verzichten wollen, denn alle wichtigen Einkäufer sind da“, betont Dejori, der feststellt, dass die Nachfrage in diesem Jahr während der Ordertage in Düsseldorf schwächer ist als gewohnt. Er ist sicher, dass das dem russischen Markt geschuldet ist. In Moskau hat Blacky Dress acht Läden, die Dejori regelmässig besucht. In der Schweiz sind sie mit Blacky Dress bei der Agentur Romano Caduff vertreten. „Die neuen Kollektionen kommen gut bei den Schweizer Kunden an, wir haben bereits starke Signale bekommen“, betont Dejori. Etwas schwächer ist die Resonanz von Jean Paul, die seit jeher eine gute Kleiderkompetenz hat und für einen jungen, sportiven Stil steht. Hier ist die Agentur Sutter & Rück in der Schweiz zuständig.

Die weiblichen Promis lieben Blacky Dress. „Wir statten das SAT Frühstücksfernsehen aus, außerdem Frauke Ludovic, Nazan Eckes, Mariella Ahrens“, fügt Dejori hinzu. In diesem Jahr soll übrigens die Nachfolge im Hause Henke geklärt werden. Es dürfte spannend bleiben.